TERROIR & REBSORTEN
  • 29. NOVEMBER 2014
  • 2 min
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Giacchè: zur (Wieder)entdeckung des Weins der Etrusker

Bereits zur Zeit der Etrusker bekannt und getrunken, wurde der Giacchè heute von einem dem Territorium sehr verbundenen Weingut in der Region Cerveteri „wiederentdeckt" und neu angepflanzt. Man glaubte an diese Rebsorte und an ihre Reifefähigkeit, so sehr, dass man ihn sortenrein produziert – sowohl trocken, mit dem ersten Jahrgang 2003, als auch als...

Fabio Zakaria

von Fabio Zakaria
Sommelier

Giacchè: zur (Wieder)entdeckung des Weins der Etrusker

Bereits zur Zeit der Etrusker bekannt und getrunken, wurde der Giacchè heute von einem dem Territorium sehr verbundenen Weingut in der Region Cerveteri „wiederentdeckt" und neu angepflanzt. Man glaubte an diese Rebsorte und an ihre Reifefähigkeit, so sehr, dass man ihn sortenrein produziert – sowohl trocken, mit dem ersten Jahrgang 2003, als auch in der Passito-Version.
Inzwischen wurde er in die Denomination IGP Lazio aufgenommen.
Giacchè war der Name, mit dem das Volk diese Rebsorte lokal bezeichnete – angelehnt an ihre ausgeprägte, dunkle Farbe. Da sie sehr reich an Anthocyanen ist, wurde sie für die „Cuvées" anderer Weine verwendet.

Der Giacchè, der sich als ein Klon des Lambrusco Maestri herausstellte, hatte einen so geringen Ertrag, dass er gerodet wurde, um Platz für eine ertragreichere Landwirtschaft zu schaffen, die besser zum damaligen Markt passte.
Die Aromen dieser alten Rebsorte erinnern an intensive Wildnoten von Unterholz und roter Frucht, was diesem Wein eine sehr eigenständige Identität verleiht.
Er präsentiert sich mit einer schönen Struktur und einem gut von einer kräftigen Säure gestützten Alkoholgehalt, was diesen Wein zur idealen Begleitung von Wildgerichten und Käse macht.
Das Hauptgericht der ceretanischen Küche ist seit jeher das Wild.
Produkte wie Wildschwein, Hase und Fasan – serviert mit Pasta oder Polenta oder als Hauptgang, vielleicht vom Grill oder alla cacciatora – heben die Eigenschaften dieses außergewöhnlichen Weins am besten hervor.
Ich empfehle, ihn in weiten Gläsern bei einer Temperatur von 18–20 °C zu servieren.

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