Ruché ist eine Rebsorte mit mittelfrüher Reifezeit (erste Septemberdekade). Sie verfügt über ein gutes Zuckerpotenzial und bewahrt einen guten Anteil Apfelsäure, die dem Wein trotz der niedrigen Säure Frische verleiht.
Ihr Hauptmerkmal ist der Reichtum an Polyphenolen, mehrheitlich Tanninen, die strukturierte Weine ergeben.
Je nach Jahrgang ermöglicht die Maischestandzeit eine selektive Tanninextraktion zur Erzielung ausgewogener Weine. Ruché ist eine semi-aromatische Terpen-Rebsorte; im Wein Opera Prima nimmt man Noten von Gewürzen, Geranie, Rose und reifen Früchten wahr. Die Sorte Ruché stammt aus dem Hügelgebiet von Castagnole Monferrato, nordöstlich von Asti.
Trotz spärlicher Informationen weist diese Rebsorte spezifische morphologische und analytische Merkmale auf und unterscheidet sich von den anderen Sorten des Gebiets.
Der Überlieferung nach war diese Rebsorte in Castagnole Monferrato seit alters her präsent und wurde bei Festen getrunken.
Der Pfarrer Don Giacomo Cauda (verstorben 2008) hat diese autochthone Rebe gerettet und sich dem Anbau und der sortenreinen Weinbereitung gewidmet.
Die Arbeit des Pfarrers brachte andere Winzer dazu, an den Ruché zu glauben, bis hin zur Erlangung der Ursprungsbezeichnung.
Die Rebsorte musste bis 1987 auf ihre erste Beschreibung warten, die auf Verlangen der kontrollierten Herkunftsbezeichnung erstellt wurde.
Es ist ein Wein mit geheimnisvoller Geschichte, der jedoch im Vergleich zu anderen piemontesischen Weinen ganz eigene sensorische Merkmale besitzt.
Enza Cavallero (Historikerin der piemontesischen Weine) beschreibt diesen Wein mit den Worten: „So magisch und geheimnisvoll, doch unvergesslich.“




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