ROTWEINE
  • 16. FEBRUAR 2015
  • 2 min
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Lagena D'Uva eine ausgezeichnete Tintilia del Molise

D'Uva Tintillia del Molise DOC 2012 Lagena Das Molise ist oft ein vernachlässigtes und unterschätztes Land – und damit meinen wir nicht nur die Weinwelt. Diese Region verfügt über ein Mikroklima, das sich hervorragend für bestimmte Rebsorten eignet und der italienischen Weinlandschaft noch viel zu bieten hätte...

Angelo Becchio

von Angelo Becchio
Sommelier

Lagena D'Uva eine ausgezeichnete Tintilia del Molise

D'Uva Tintillia del Molise DOC 2012 Lagena

Das Molise ist oft ein vernachlässigtes und unterschätztes Land – und damit meinen wir nicht nur die Weinwelt. Diese Region verfügt über ein Mikroklima, das sich hervorragend für bestimmte Rebsorten eignet und dem italienischen Weinpanorama noch viel zu bieten hätte.
Die Cantine D'Uva di Larino (CB) wurden in den 1940er Jahren durch die Arbeit von Angelo gegründet und anschließend in den 1960er und 1970er Jahren von seinem Sohn Sebastiano weiterentwickelt. Heute erstreckt sich das Weingut auf rund 250 Hektar und wird aktiv von Angelo, dem Sohn von Sebastiano, geleitet, der dank der Zusammenarbeit mit dem Önologen Donato di Tommaso die Familientradition mit dem Anbau und der Vinifikation von Trebbiano, Malvasia und Chardonnay für die Weißweine sowie Montepulciano und Cabernet Sauvignon für die Rotweine fortsetzt – ergänzt durch die autochthone Sorte Tintilia, über die wir heute berichten.

Die Tintillia ist eine autochthone Rotweinrebsorte aus dem Molise. Genau genommen ist sie sogar mehr als autochthon – sie ist selbstbegrenzend; das bedeutet, dass sie in jedem anderen Gebiet keine zufriedenstellenden enologischen Früchte trägt.
Ursprünglich aus den Binnengebieten stammend, aber auch in einigen Grenzregionen zu Abruzzo und Campania verbreitet, stand sie kurz vor der vollständigen Aufgabe. In letzter Zeit hat sie eine starke Neubewertung durch Winzer und Verbraucher erfahren und ist zum repräsentativsten Wein der molisanischen Önologie geworden.
Im Aussehen zeigt er eine rubinrote Farbe mit einem leicht orangefarbenen Schimmer, brillant und sehr intensiv; in der Nase präsentiert er sich leicht, mit würzigen Aromen von Pfeffer und Wacholderbeeren, vagen erdigen und trockenen Blütennoten, die an Veilchen erinnern. Am Gaumen überrascht der süße Auftakt, nicht besonders komplex, aber dennoch fruchtig, voll und reich an angenehmen taktilen Empfindungen; der kräftige, nicht besonders ausgereifte, aber nicht sandige Tannin fällt auf, sowie eine sehr lange Säure im Abgang mit einem blumigen Veilchen-Nachgeschmack.

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