Der grüne Thai-Curry ist eine köstliche thailändische Zubereitung, die zum Würzen und Aromatisieren vieler Fleisch- und Gemüsegerichte verwendet wird. Der grüne Curry ist ein konzentriertes Gemisch aus Gewürzen und Aromen, von denen einige schwer im Handel erhältlich sind. Aus diesem Grund haben wir für die Zubereitung des Gerichts die bereits fertige grüne Curry-Paste verwendet, die in ethnischen Lebensmittelgeschäften oder in Supermärkten mit entsprechender Fachabteilung leicht erhältlich ist.
Wir haben uns entschieden, das Pollo al curry verde zuzubereiten, serviert zusammen mit Basmati-Reis, und es mit einem großen italienischen Merlot kombiniert: dem Montiano 2004 der cantina Falesco, dem traditionsreichen Weingut der Familie Cotarella.
Zutaten für 4 Personen:
- 400 g Basmati-Reis;
- 2 Hähnchenbrustfilets mit einem Gesamtgewicht von ca. 400 g;
- 2 Teelöffel grüne Thai-Curry-Paste;
- 450 ml Kokosmilch;
- Natives Olivenöl extra;
- Salz und eine Prise Pfeffer.
ZUBEREITUNG:
Das Gericht ist sehr einfach zuzubereiten. Das Hähnchen in Würfel schneiden und in einem Wok mit nativem Olivenöl extra bei starker Flamme einige Minuten anbraten. Anschließend die grüne Curry-Paste und die Kokosmilch hinzufügen und das Fleisch bei niedriger Hitze weiter garen. Warten, bis das Fleisch in der Kokosmilch gart, die eindickt, während die Zubereitung die typische Färbung annimmt, die der grüne Curry verleiht. Am Ende der Garzeit (ca. 10 Minuten) moderat salzen und pfeffern (die Curry-Sauce ist bereits sehr würzig).
Das Gericht wird zusammen mit dem Reis serviert, der in der Zwischenzeit in kochendem Wasser gegart wurde.
Das Pollo al curry verde Thai mit Reis weist folgende geschmacklich-olfaktorische Eigenschaften auf:
- Reis: leichte Aromatik und süßliche Note;
- Hähnchen: intrinsische und induzierte wahrnehmbare Saftigkeit, recht deutlich wahrnehmbare Struktur;
- grüner Curry: Aromatik, Würzigkeit und sehr deutlich wahrnehmbare geschmacklich-olfaktorische Persistenz.
Die Zubereitung zeichnet sich vor allem durch ihre Aromatik, ihre Würzigkeit und ihre beachtliche geschmacklich-olfaktorische Persistenz (GOP) aus. Auch die Saftigkeit der Zubereitung und die durch das Kauen entstehende Saftigkeit sind Elemente, die gebührend berücksichtigt werden müssen.
Der Montiano wird ausschließlich aus Merlot-Trauben hergestellt, die im nördlichen Latium an der Grenze zu Umbrien angebaut werden. Die Rebstockdichte beträgt etwa 4200 Stöcke pro Hektar und die Erträge sind sehr niedrig (45 dz/ha). Nach der alkoholischen Gärung in Edelstahlbehältern für ca. 20 Tage reift er ein Jahr in Barrique und weitere neun Monate in der Flasche, bevor er in den Handel kommt. Und er kann noch viele weitere Jahre in meinem Keller verbleiben. Außerdem war der Jahrgang 2004 ein ausgezeichneter Jahrgang.
In der Farbe tiefrubinrot mit ziegelrotem Rand, in der Nase nehmen wir ein breites Aromafächer wahr: sogleich tertiäre, ätherische Düfte mit deutlicher Würzigkeit. Dann Noten von Tabak, Pflaumenkonfitüre und Menthol. Ein intensiver und komplexer Wein.
Am Gaumen beeindruckt er durch seine prachtvolle Eleganz: beeindruckend ist das Gleichgewicht zwischen der frisch-tannischen Komponente und dem sehr gut dosierten Alkohol (13,5 %). Der Tannin ist sehr fein und von großer Klasse; schöne Weichheit. Die Persistenz ist sehr lang mit deutlichen balsamischen Rückkehrnoten.
Aber wie verlief die Kombination zwischen dem Hähnchen und dem Wein?
Die Aromatik, die Würzigkeit und die geschmacklich-olfaktorische Persistenz der Zubereitung harmonieren hervorragend mit der Intensität, der Weichheit und der intensiven aromatischen Persistenz des Weins. Die gute Struktur des Gerichts wird von der ebenso deutlich wahrnehmbaren Struktur des Merlot gut getragen. Schließlich wird die Saftigkeit der Zubereitung sowie die durch das Kauen entstehende Saftigkeit gut durch die "austrocknende" Wirkung des Alkohols ausgeglichen, der in unserem Wein gut präsent ist.
Meiner Meinung nach ist die Kombination gelungen. Und wir genießen dieses wunderschöne Speisen-Wein-Erlebnis, das uns Empfindungen großer Harmonie schenkt.
Am Ende der offiziellen Präsentation des Konzepts des Italienischen Weinpavillons auf der Expo 2015, die Ende Juli in Rom im Spazio Open Colonna des Palazzo delle Esposizioni stattfand, traf ich Riccardo Cotarella, den Inhaber der cantina Falesco. Ich nutzte die Gelegenheit, ihm zu erzählen, dass ich die Kombination von Pollo al curry verde Thai mit seinem wunderbaren Montiano 2004 besprechen würde. Ich fragte ihn daraufhin, was er davon halte: „Der Montiano 2004 hat noch Schwingungen...". Dann fügte er hinzu: „Ja, es könnte funktionieren."
Es wäre schön, wenn Riccardo Cotarella persönlich dazu beitragen würde, um uns seine eigene Meinung dazu zu schildern.





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