Es ist unwahrscheinlich, es mit einem Gatto sommelier zu tun zu haben, und doch habe ich, zu eurer Überraschung, das Glück, einen zu kennen. Er lebt in der alten cantina sociale meines Dorfes, und er trägt das Tastevin aus reinen Komfortgründen nicht, wobei er es auch ablehnt, das weniger anspruchsvolle Glöckchen zu tragen. Der Kater ist hochnäsig: grau mit weißen Pfoten, hat er lange Schnurrhaare, die vor den Fässern vibrieren, nach einem Instinkt und einer Logik, die man nicht verstehen kann. Indem er ein paar auf den Boden gefallene Tropfen leckte, hat er ein präzises und professionelles Wissen erworben, um jede Anfrage zu lenken.
Wenn ihr euch an seine Tür begeben könntet – denn es ist ja wohl klar, dass er der Herr des Hauses ist – würde er euch mit Geringschätzung ansehen und, im Einklang mit eurem alkoholischen Bedürfnis, wie ein Interpret von Emotionen, einen der vielen Weine der cantina vorschlagen, darunter Monica, Carignano, Vermentino und andere, wobei er fast immer euren ursprünglichen Absichten widerspricht. Für den felinen Sommelier ist die Verbindung eines Weins mit einem Erlebnis keine Kleinigkeit, zumal der Wein bereits ein vollendetes Erlebnis ist, und man es nicht wagen sollte, sein Urteil mit unwahrscheinlichen Technizismen von Gelegenheitstrinkern zu erzwingen. Einmal, unter den vielen anderen geführten und miauend mit wohlwollender Unverfrorenheit abgeschlossenen Verkäufen, wollte ich einen Cannonau DOC kaufen, um meinen damaligen Verehrer zu beeindrucken, indem ich ihm ein Abendessen und auch eine intensive und starke Frau in Aussicht stellte, „von großer Struktur und Körper" wie der Wein selbst. Der Kater begann zu zögern und nachdenklich zu werden, während er sich lange und rhythmisch den buschigen Schwanz putzte. In jenen Momenten zögerte ich und erwartete schließlich, ohne Flasche gehen zu müssen, als eine Art Strafe für meine unverschämte Forderung. Unglaublich gab er mir seine Zustimmung und näherte sich dem Fass des Cannonau, beschnupperte es mit selbstgefälliger Zufriedenheit und ließ sich dann selig den Rücken kratzen, mit anschließendem lautem Schnurren. Nach so vielen Prüfungen hatte die Schülerin, ohne ihn zu übertreffen, den Meisterübersetzer von Versprechen bei 13 Grad erreicht, der den Ruhm und die silbernen Tellerchen am Hals ablehnt.





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