Debora Serracchiani, Präsidentin der Region Friaul-Julisch Venetien, hat die Vertreter des Bauernverbands Kmečka Zveza (Kz) unter der Leitung von Franc Fabec getroffen.
Es wurde Bilanz über das 2010 zwischen dem Landwirtschaftsministerium, der Region FJV und den verschiedenen Bauernverbänden unterzeichnete Protokoll gezogen, das bisher nur teilweise umgesetzt wurde.
Die Bauern des Karsts brachten ihre Enttäuschung über die Unterzeichnung des Protokolls zum Ausdruck, mit dem die auf dem Karstplateau gelegene Ortsbezeichnung Prosecco «abgetreten» wurde – eine Abtretung, von der anschliessend alle Winzer Venetiens profitiert haben.
Hierzu äusserte die Präsidentin die Bereitschaft, einen Dialog mit dem zuständigen Ministerium wiederaufzunehmen.
Die Kz legte der Präsidentin mehrere Anliegen vor: die endgültige Verabschiedung der Bewirtschaftungspläne für die Natura-2000-Gebiete, die noch nicht abgestimmt wurden; die Finanzierung des Programms für die ländliche Entwicklung in der Provinz Triest (Masterplan); die Aufwertung der Triester Berggebiete mit Finanzmitteln des Mipaaf auf ausdrücklichen Wunsch der Region FJV; die Errichtung des Zentrums zur Förderung des Prosecco im gleichnamigen Ort.
«Die nächste Anpassung des regionalen Haushalts - so Präsidentin Serracchiani - könnte die echte Gelegenheit sein, die bereits an die Provinz Triest überwiesenen 1,7 Millionen Euro freizugeben und endlich die Gestaltung der Gebiete der Pastini unterhalb der Karstkante zu beginnen.»
Beim Treffen wurde auch über das kommende Programm für die ländliche Entwicklung (PSR) 2014-2020 gesprochen, das im Juni veröffentlicht wird, sowie über die Möglichkeit, das in einem Jahr auslaufende Protokoll in ein regionales Gesetz umzuwandeln.
Die Präsidentin sicherte zudem Aufmerksamkeit bei der Durchführung der Massnahmen zu, die für die Wiederaufnahme der Kontakte mit dem slowenischen Landwirtschaftsministerium erforderlich sind.




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